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Hundetherapie

Für diejenigen, die es noch nicht wissen. Ich bekomme jetzt "Hundetherapie".


Wie, dass kennt ihr noch nicht?


Ist auf eine gewisse Weise mit der Delphintherapie zu vergleichen, oder vielleicht aber auch nicht, aber vor allem ist es auch mit einem Tier.


Der Hund ist ein Labrador, schokobraun, 4 Jahre alt, weiblich, total süüüß und hört auf den Namen Aimee.


Ich gebe Aimee gerne Leckerlies, was gut für meine Feinmotorik ist, dann schmeiße ich hier gerne einen Quitscheball zu, den sie mir wieder bringt.


Sie schleckt mir die Hände ab, die vorher mit Frischkäse eingeschmiert wurden, dass fühlt sich ganz schön nass und sabbrig an, ein echt komisches Gefühl, aber es gefällt mir.


Zum Entspannen legt Aimee sich unter meine Beine in die Kniekehlen, dass wird sehr schön warm, meine Beine werden dann ganz locker und ich werde sehr ruhig.


Leider ist Aimee im Moment ausser Gefecht, da sie am Samstag 10 Welpen bekommen hat. 10 ...


ist das nicht ein Wahnsinn....!


Am Montag war bei der Therapie Aimee`s Tochter dabei. Sie heißt Biene und ist ein Jahr. Auch sehr süß,  etwas kleiner wie Aimee und noch sehr verspielt.  Sie hat sogar gebellt, was ich bei Aimee noch nicht gehört habe. Das Bellen fand ich sehr lustig und hatte davor überhaupt keine Angst.


Am nächsten Montag kommt zur Therapiestunde wahrscheinlich Biene`s Bruder Manny mit.


Bin ja mal gespannt wie der denn so ist.


So das war erst mal wieder so das Neuste von mir.


 


 

6.4.05 23:01


Der weitere Therapieverlauf und wird sind wieder daheim!

Also ich habe natürlich wieder super mitgearbeitet. Stefanie (meine Therapeutin) war total begeistert von meinen Fortschritten und meinem Verständnis.Ich habe jetzt ein Klettband für die Hand, in das ich einen Löffel oder Gabel stecken kann, damit ich das Besteck nicht immer durch die Gegend werfe. So kann ich jetzt fast alleine essen. Stefanie hat immer gesagt, ich möchte doch schließlich auch mal mit einer Freundin zu Mc Donalds zum Essen gehen, also müßte ich ja schließlich auch alleine essen können. Und siehe da, es klappt, ist das nicht super. Gail, die Krankengymnatik bei der Delphintherapie hat gesagt, ich hätte alle Voraussetzungen alleine zu laufen, wenn ich nicht so ängstlich wäre und mein Gleichgewicht besser halten könnte. Also was wird geübt...... Gleichgewichtsübungen...


Im Wasser mit Schwimmgürtel kann ich mich jetzt schon ein Paar Minuten alleine über Wasser halten.Da das Wasser in Deutschland in den Hallenbädern aber für mich immer so kalt ist.... ich bin nämlich ein Frostköttel..... haben meine Eltern mir in Florida einen Neoprenanzug gekauft. So können wir das Schwimmen weiterhin üben.


Ach ja, weiß gar nicht ob ich das schon erwähnt habe.Ich kann jetzt "ganze Sätze sprechen". Wenn Stefanie mich gefragt hat, ob ich duschen möchte, habe ich gezeigt, ich (auf meine Brust klopfen),  möchte mehr ( in die Hände klatschen), duschen ( mit der Hand auf meinen Kopf klatschen). Kommunikation....und man versteht mich.


"Ja" kann ich auch sagen, "mehr"  und "Ich" habe ich auch schon gesagt, "Nein" zeige ich durch Kopfschütteln. Und "MAMA" war ein ganz deutliches Wort. Alle haben eine Gänsehaut bekommen.


Also rundum wieder einen super positive Delphintherapie.


Der Abschied war allerdings nicht so schön. Alle waren ganz traurig, daß wir wieder nach Hause gefahren sind. Von Stefanie habe ich wunderschönes Geschenk bekommen. Ein Kopfkissenbezug, mit Fotos von der Delphintherapie, bedruckt. Na, wenn ich dann nicht gut schlafen kann, weiß ich es auch nicht.


Der Rückflug war super. Sehr turbulenzreich, was ich natürlich lustig fand. Und..... ein Wunder.... ich habe sogar ein wenig geschlafen......Hat mir aber auch wirklich sehr gut getan, denn ich war total übermüdet, da wir ja erst um 23.50 Uhr von Miami abgeflogen sind. So, nun sind wir wieder zu Hause. Vorbei sind drei superschöne und erfolgreiche Wochen. Jetzt können wir uns an dem schönen Fotoalbum und der Foto-CD von DHT erfreuen.


Liebe Grüße


Euer Philip


 

23.10.04 22:33


Die erste Therapiewoche ist fast vorbei

Stefanie meine Therapeutin hat sich sehr darueber gefreut, dass ich wieder in Key Largo bin.


Auch Alfonz mein Delphin hat mich gleich wieder erkannt.


Nach der ersten Therapiestunde am Montag wollte Alfonz gar nicht vom Dock weg.


Alle Kinder und Delphine hatten schon Feierabend gemacht, nur Alfonz, Stefanie, Jack und die Praktikantin waren noch auf/an der Plattform.


Das war total suess.


Am naechsten Tag hat Alfonz mir einen Stock aus dem Wasser als Geschenk gebracht.


Ich glaube der Alfonz mag mich wohl.


Waehrend der Therapie arbeite ich wieder mit Wortkarten.


Wenn ich die Wahl habe zwischen schwimmen oder arbeiten, waehle ich "arbeiten".


Diese Woche habe ich 2 Therapeuten, Stefanie natuerlich und Jack ( Krankengymnast).


 


So, das wars erst mal wieder.


Bis demnaechst.


Euer Philip

7.10.04 19:56


Wir sind angekommen

Nach ueber 20 Stunden haben wir es geschafft. Key


Largo!! Das Appartment ist einfach spitze. Wir haben hier einen Laptop stehen, den wir sogar benutzen koennen. Ansonsten ist hier wirklich alles da. Sogar im Gefrierschrank ist jede Menge Eis. Das ist Service. Die Zeitumstellung haengt uns noch ein wenig in den Knochen. Das Wetter ist wieder traumhaft. Sehr warm, hohe Luftfertigkeit, aber man kann es ganz gut ertragen. Die Therapie geginnt am Montag um 13.30 Uhr. Jetzt ist es 8.50 Uhr, das Fruehstueck ist fertig und dann geht es in den Pool. Gestern waren wir in Fort Lauderdale. Haben schon viel Farbe bekommen, Teilweise auch rote. Bis zum naechsten Eintrag. 

3.10.04 14:52


Mein Lebenslauf

Hallo,


mein Name ist Philip Verwold und ich wohne in Schüttorf.


Ich bin am 24.04.1992 in der 28.SSW per Kaiserschnitt zur Welt gekommen, also 12 Wochen zu früh.


Damit begann für mich und meine Familie eine schwere Zeit.


Ich lag nach meiner Geburt 4 Monate im Krankenhaus und musste in dieser Zeit 2x operiert werden.


Endlich zu Hause bekam ich Krankengymnastik und Frühförderung.


Es kam aber kein krabbeln, kein sitzen, kein sprechen.


Meine Eltern wurden natürlich immer ungeduldiger, aber man vertröstete sie, dass ich ja schließlich ein "Frühchen" sei und Zeit brauchen würde.


Ich war fast 1 1/2 Jahre alt, da konnte ich ein bisschen sitzen aber ansonsten fehlte immer noch alles.


Wir sind zu einem Spezialisten gefahren, der meine Eltern von meiner Krankengymnastin empfohlen worden war.


Dieser schaute mich an, gab mir Bauklötze in die Hände und sagte anschließend, dass ich geistig und körperlich schwer behindert sei.


Ein Schock für Alle.


Von da an probierten meine Eltern verschiedene Therapien und Kuren mit mir aus.


Im März 1995 kam meine Schwester Franziska zur Welt. Sie ist zwar auch 4 Wochen zu früh geboren, aber sie ist topfit.


Es ist für mich eine große Bereicherung, dass ich meine kleine Schwester habe.


Für ein Jahr fuhren meine Eltern jeden Dienstag mit mir nach Münster zur "Petö-Therapie", die sie selber bezahlen mussten. Es half mir ein bisschen, doch leider wurde die Therapiegruppe dann in Münster aufgelöst.


Erfolge blieben aber leider aus.


Im Jahr 2000 hörten sie dann durch die Medien von der "Delphintherapie".


Ein Hoffnungsschimmer.


Meine Eltern suchten übers Internet und Zeitschriften alles heraus, was sie über die "Delphintherapie" finden konnten.


Sie beschlossen, dass wir es unbedingt probieren müssten, dass ich zu den Delphinen komme.


 


Freunde meiner Eltern riefen eine Spendenaktion ins Leben, da eine dreiwöchige Therapie ca. 11.000 € kostet ( ohne Flug, unterkunft, Verpflegung)).


Es wurde auch zahlreich für mich gespendet, so dass ich im Oktober 2002 nach Florida zu einer Delphintherapie fliegen konnte.


Was man da innerhalb der 3 Wochen Therapie aus mir herausholte war für meine Eltern einfach unglaublich.


Liebe Grüße


 


Euer Philip


 

5.9.04 14:17


Berlin

Letztes Wochenende war ich mit meiner Familie in Berlin. Ganz schön groß die Stadt. Es war unglaublich heiß und wir mussten doch so vieles besichtigen! Das war teilweise ganz schön anstrengend. Vor allem, weil meine Eltern mich und den Rollstuhl ständig die Treppen zur U-Bahn rauf- und runtertragen musste. Da gibt's doch tatsächlich häufiger mal keinen Fahrstuhl!!!!


 


Außerdem hat meine Mama im Filmpark Babelsberg bei einer Vorführung als Synchronsprecherin "gejobbt". Das war ziemlich witzig. Sie hat einen MANN gesprochen.


 


Mal schauen, vielleicht schaffen wir es ja, ein paar Fotos von dem Wochenende online zu stellen!

19.8.04 23:33


Meine Familie

So, jetzt werdet ihr mal meine Familie kennengelernen. Da gibt es meinen Papa (Gerold), meine Mama (Andrea) und meine kleine Schwester Franziska. Franziska ist eine leidenschaftliche Reiterin und ist auch schon mal mit Delfinen geschwommen. Sie spielt häufig mit mir und ich hab sie ziemlich lieb. Wenn wir in Urlaub fahren, schlafen Franziska und ich immer in einem Bett, daß finde ich total toll. Dann kann ich auch in einer fremden Umgebung viel besser einschlafen. Ach ja, dann gibt es da ja auch noch unsere beiden Meerschweinchen "Bobby" und "Bommel". Ich finde sie aber nicht so interessant. Nicht zu vergessen ist dann auch noch unser Wellensittich "Gismo". Für den interessiere ich mich schon mehr. Vor allem, wenn er auf meinen Kopf fliegt. Dann bleibe ich ganz ruhig sitzen und bewege mich nicht. Na, daß reicht ja wohl an Haustieren, oder?

19.8.04 23:19


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